Zur Bewahrung der Lebenskraft

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Alten Ärzten und Naturheilkundigen – Hippokrates, Paracelsus, C. W. Hufeland,
V. Prießnitz, S. Kneipp – war das Fördern der Lebenskraft
die notwendige Basis ihrer Behandlungen.

In der modernen Medizin scheint das noch obsolet. Jedoch fühlen sich heute immer mehr Menschen ständig müde, schwach und erschöpft. Das quält sie sehr. Zudem diese Symptome stets ernst zu nehmen sind, weil sie mitunter auf das Entstehen bisher noch unerkannter Krankheiten hinweisen. Daher darf die sorgfältige Untersuchung der Betroffenen nie unterlassen werden. Nicht selten findet sich jedoch mit der üblichen Routinediagnostik kein Nachweis körperlicher Krankheit. Sind demnach diese von Schwäche und Müdigkeit Betroffenen als gesund anzusehen? »Das ist psychisch«, wird oftmals salopp vermutet, wenn alle Untersuchungen mit neuester Technik »ohne Befund« bleiben. Hätte demnach die Seele ihren Körper gezwungen, tagesmüde, schwach und erschöpft zu sein? Gewiss gibt es innerseelische Konflikte, die unbewusst sind und den Körper schwächen. Da gilt es, Bewusstsein zu schaffen und Konflikte zu lösen. Was anfangs nicht leicht fällt, aber schließlich befreiend ist. Bei einem großen Teil der Menschen in unserer Gesellschaft, die an chronischer Müdigkeit und Erschöpfung leiden, ist wahrscheinlich Überforderung die Hauptursache. Bei Überforderung wird meist an unerträgliche Belastung von außen her gedacht – was teilweise zutreffend ist. In unserer Gesellschaft müssen wir zwar körperlich immer weniger leisten, um existieren zu können. Da müssen – und können – nur noch wenige Menschen im Schweiße ihres Angesichtes selber auf dem Acker arbeiten, um sich davon zu ernähren. Gleichzeitig wächst aber die emotionale, kognitive und mentale Belastung der Menschen. Gewiss kommt ein Teil dieser Belastung von außen, von einem immer komplexeren, undurchschaubareren System. In dem mitzuhalten vielen Mitmenschen schwer fällt. Ein beachtlicher Teil der Belastungen kommt aber auch von innen her: aus dem Anspruch an möglichst allen Angeboten des Fortschritts teilhaben zu wollen. Und diese Ansprüche wachsen – ob sinnvoll oder nicht. Nach wie vor sind wir von Impulsen aus der Geschichte der Menschheit bestimmt, in der Mangel und Entbehrung häufig war. Da ging es darum, von Tag zu Tag Nahrung zu finden, die zum Überleben notwendig war. In unserer Gesellschaft, in unserer Zeit, ist Mangel glücklicherweise selten – und Überfluss häufig geworden. Allerdings nur da: nicht überall auf der Erde – und wahrscheinlich nicht mehr sehr lange. Vorläufig ist aber in unserem System der Überfluss zum weitaus größeren Problem geworden als der Mangel. Immer mehr Menschen werden übergewichtig und krank. Müde und schwach. Ängstlich und depressiv. Bezeichnenderweise entstehen in unserer Zeit mehr und mehr metabolische sowie neurologische Erkrankungen – bis hin zur Demenz. Da gilt es, rechtzeitig gegenzusteuern und möglichst viele von diesen Erkrankungen präventiv zu verhindern. Am besten wirkt Prävention mit sorgfältig ausgewählten Naturstoffen, die frühzeitig einsetzt: vor dem Auftreten neurologischer Erkrankungen, vor dem Schwinden der Lebenskraft. Gewöhnlich wird Hilfe aber dann erst gesucht, wenn bereits die ersten Symptome aufgetreten sind. Selbst dann kann die Anwendung dieser Naturstoffe noch hilfreich sein. Es ist ratsam, die Chance zu nutzen, die Ihnen aus der Aufnahme lange bewährter, sicherer sowie wissenschaftlich bestätigter Naturstoffe erwächst. Im Pflanzenreich hat die Natur Schutzstoffe entwickelt, die zur Bewahrung unserer Lebenskraft, unserer kognitiven Funktionen (Gedächtnis, Bewusstsein, Verstand) und damit zur Eigenständigkeit auch und gerade im Alter beitragen können. Wozu jedes Element des Basisprogramms für längere Gesundheit wichtig ist – optimal im Zusammenwirken. Unverzichtbar für die Hirnfunktionen ist die Docosahexaensäure (DHA), eine langkettige (C22) Omega 3-Fettsäure mit sechs cis-Doppelbindungen. Was sich hier so chemisch und kompliziert anhört, ist in der Schöpfung, der Natur, schon sehr früh entstanden, dem Buch Genesis (Erschaffung der Pflanzenwelt) zufolge am Morgen des dritten Schöpfungstages. Docosahexaensäure wird nämlich von grünen Mikroalgen gebildet, die in den Weltmeeren, im Salzwasser, gedeihen, und zur Photosynthese, zur Speicherung des Sonnenlichts in Form von Biomolekülen befähigt sind. Dieser uralte Naturstoff, der lange schon vor dem Entstehen der Menschheit da war, ist essenzieller Baustoff unseres Gehirns, unserer Nervenzellen, unserer Netzhaut. Deshalb wohl hat unser Stoffwechsel gelernt, DHA auch selber herzustellen. Was ihm aber nur dann gelingt, wenn stetig genügend Alphalinolensäure (ALA), am besten aus Leinöl (s. reformleben 01/2015), zugeführt wird – und auch dann nur in relativ kleinen, individuell unterschiedlichen, eventuell unzureichenden Raten: ungefähr zwei Prozent, nur selten wohl bis zu zehn Prozent daraus. Für die optimale Hirnfunktion kann diese Menge – abhängig auch von der Leinölaufnahme – unzureichend sein. Die Ergänzung könnte aus regelmäßigem Fischverzehr kommen. Wogegen aber ethische Bedenken bestehen. Ohnehin sind die Fischbestände in den Weltmeeren mittels gnadenlosen Fangs in riesigen Schleppnetzen innerhalb weniger Jahrzehnte massiv dezimiert worden. Eine gute (und vegane) Alternative ist die Aufnahme von DHA aus Mikroalgen. Aber auch da gilt das Prinzip: nicht zu wenig – und nicht zu viel (s.u.). Langkettige Omega3-Fettsäuren sind biologisch hochwirksame Substanzen. Alles Hochwirksame kann entweder förderlich oder schädlich wirken: je nach Bedarf, je nach Stoffwechselsituation, je nach Dosierung. Dementsprechend unterschiedlich sind die bisherigen Studienergebnisse mit langkettigen Omega3- Fettsäuren ausgefallen. Ohne deren genaue Kenntnisnahme ist klare Orientierung kaum noch möglich. Daher versuche ich hier das Wesentliche daraus kurz zusammenzufassen:

1. Wahrscheinlich mindern optimale Mengen von EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) im Organismus das Risiko des Entstehens von kognitiven Störungen und Demenz.

2. Derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechend sollten täglich mindestens 250mg EPA und DHA zugeführt werden.

3. Der gesunde Organismus mit intaktem Stoffwechsel kann aus Alphalinolensäure (Gehalt in Leinöl: 60–70 Prozent) EPA (Umwandlungsrate bis ca. sechs Prozent) und daraus DHA (Umwandlungsrate bezogen auf die Alphalinolensäurezufuhr 0,5 bis maximal 3,8 Prozent) selber herstellen.

4. Aus einem Esslöffel voll Leinöl mit ca. 7,5–9g Alphalinolensäure können demnach bestenfalls 0,54g EPA und 0,12g DHA entstehen.

5. Wenn außerdem Omega-6-Fettsäuren, ob aus tierischer Kost oder aus vegetabiler Nahrung (Getreide, Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl usw.) zugeführt werden, sinkt diese Umwandlungsrate.

6. Wahrscheinlich kann die optimale Versorgung mit DHA aus Nahrungsvorstufen nicht erreicht werden.

7. Daher empfehle ich, neben der Aufnahme von 15 – 30 ml hochwertigem Leinöl aus Bioanbau, zusätzlich 250mg DHA aus Mikroalgenöl. Für die Nervenzellen, für das Gehirn, für die Netzhaut der Augen. Neuerdings werden Omega-3-Fettsäuren auch zur Prävention und sogar zur adjuvanten Therapie etlicher Krankheiten eingesetzt, vor allem gegen:

  • kardiovaskuläre Erkrankungen (Herzrhythmusstörungen, koronare Herzkrankheiten)
  • Krebserkrankungen (Brustkrebs, Dickdarmkrebs, Prostatakrebs)
  • chronische Entzündungen, vor allem bei Autoimmunreaktionen
  • Makuladegeneration (in einer Studie- ARED II nicht bestätigt)
  • Schlaganfälle, Hirninfarkte (30 Prozent Risikoreduktion)
  • Demenz (deutliche Risikoreduktion in Follow-up-Studien und bisher in einer kleinen Interventionsstudie
  • Depressionen
  • Aufmerksamkeitsdefizitsyndromen sowie in Schwangerschaft und Stillzeit (bessere Hirnentwicklung der Neugeborenen).

diesen vielfältigen Anwendungen bleiben Studien mit widersprüchlichen Ergebnissen und Gegenstimmen nicht aus. Daher entstehen unterschiedliche Einschätzungen und Reportagen mit polemischen Überschriften wie »Das Märchen vom guten Fett«. Wie wahr das ist. Auch Märchen vermitteln uns lebensentscheidende Einsichten. Zudem sind die Wirkungen der Omega-3-Fettsäuren wissenschaftlich überprüft. Persönlich setze ich auf die Zufuhr von 30ml Leinöl pro Tag und zusätzlich 250mg DHA guter Herkunft – auch aus hochwertigen Omega-3-Kapseln (Reformwarenhaus) möglich – vor allem zum Schutz vor Demenz. Diese Wirkungen können durch adaptogene Pflanzenstoffe sinnvoll ergänzt und verstärkt werden. Die bekannteste adaptogen wirkende Pflanzenart ist der Ginseng, aus asiatischen Kulturen stammend und lange bewährt. In der Praxis verordne ich hochwertige, geprüfte Ginsengpräparate bei besonderem Bedarf: bei außergewöhnlichen Belastungen und bei Erschöpfung. Außerhalb der Fachkreise weniger bekannt ist Rhodiola rosea, eine Pflanzenart, die in kalten Regionen nördlicher Länder auf kargen Böden, sogar in halbschattigen Felsspalten gedeiht. Die Wirkungen dieser widerstandsfähigen, ausdauernden Pflanzenart, die aus der Kälte kam, wurden von der Wissenschaft erst vor ein paar Jahrzehnten entdeckt – und daraufhin intensiv erforscht. Dabei erwiesen sich die Wirkstoffe von Rhodiola rosea L. als hervorragende Adaptogene. Inzwischen hat das auch die streng überwachende Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) anerkannt und einen ersten Monographie-Entwurf veröffentlicht. Der EMA entsprechend gilt eine Pflanzenart nur dann als adaptogen, wenn sie: den Widerstand gegen schädliche physikalische, chemische und biologische Einwirkungen stärkt und dazu einen normalisierenden Einfluss hat nicht toxisch ist und andere Körperfunktionen möglichst gering beeinträchtigt besonders ausgeprägt wirkt, wenn pathologische Veränderungen im Organismus vorhanden sind. Gewiss ist die offizielle Anerkennung der Wirksamkeit und der Sicherheit von Rhodiola rosea bedeutsam. In Studien wurde die Wirkung auf Erschöpfung Konzentrationsschwäche Reizbarkeit geprüft. Bereits nach 4-wöchiger Anwendung eines Extraktes aus Rhodiola rosea (2× 200mg pro Tag) fand sich bei 67 Prozent der Patienten eine deutliche Reduktion dieser Symptome (Edwards et al: Phythother.Res.26, 2012). Aber wie bewirkt das diese Pflanze, die in der Kälte, auf nährstoffarmen Böden und auch im Halbschatten gedeiht? Wie wirkt eine derart widerstandsfähige Pflanze für Menschen, die überfordert, schwach und erschöpft sind? Pflanzen, bzw. Pflanzenextrakte, haben gewöhnlich vielfältige Wirkungen. Bei Rhodiola- Extrakten dürfte jedoch die milde Hemmung der Monoaminoxidasen (von Enzymen, die körpereigene Botenstoffe im Nervensystem abbauen) im Mittelpunkt stehen. Wenn dieser Abbau gehemmt wird bleiben die vom Organismus selbst gebildeten Botenstoffe, vor allem Dopamin, Noradrenalin und Serotonin länger erhalten. Der Mangel an diesen Botenstoffen trägt wesentlich zum Entstehen von Depressionen und Erschöpfungszuständen, sowie zu chronischer Müdigkeit bei – und gleichzeitig, scheinbar paradox, zu Schlafstörungen. Folglich sinkt die Vigilanz, die Konzentrationsfähigkeit, die Resilienz, die Fähigkeit zur Stressbewältigung – und deshalb auch die Lebenskraft. Gleichzeitig wird die Cortisolausschüttung der Nebennieren (als Notreaktion) stimuliert – bis zu deren Erschöpfung. Wodurch Immunstörungen entstehen und chronische Entzündungen angefacht werden – nicht nur in der Darmschleimhaut und den Gelenken, sondern auch im Nervensystem: neurodegenerative Erkrankungen, Neuropathien – bis hin zu Demenz. Zudem erwächst aus Mangel an Serotonin, Dopamin und Noradrenalin im Zentralnervensystem vermehrte Ängstlichkeit, Selbstbesorgnis und Antriebsstörung. Ängste aller Art, Phobien und Panikattacken nehmen zu. Rhodiola rosea ist kein Psychopharmakon und kein Beruhigungsmittel – im Gegenteil. Diese Pflanze wirkt adaptogen, d.h. resilienz- und resistenzfördernd. Wirkt entspannend, aber nicht das Bewusstsein beeinträchtigend. Dadurch entsteht Lebenskraft und Prävention gegen Demenz. Seriösen Studienergebnissen zufolge wirken hochwertige Extrakte aus Rhodiola rosea auch gegen Angst (generalisierte und subsyndromale Angststörungen), gegen Depression und chronische Müdigkeit signifikant. Hochwertige Extrakte aus Rhodiola rosea sind in der Regel gut verträglich und sicher – auch deshalb zur kontinuierlichen Anwendung geeignet. Die aufgrund der genannten Wirkungen sinnvoll ist. Prinzipiell sinnvoll bei jedem Mittel ist es, mit der kleinstmöglichen Erhaltungsdosis auszukommen, d.h. für Rhodiola rosea mit 300mg hochwertigen Extraktes pro Tag. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Darüber hinaus kann die Wirkung dieses Extraktes mit einem zusätzlichen Pflanzenteil zum Schutz vor Angst, Depression und Demenz – und zur Stärkung der Lebenskraft – ergänzt werden: mit Safran. Auch für den Safran, der hierzulande allenfalls sporadisch als kostbares Gewürz eingesetzt oder gar zum (teuren) Gelbfärben von Kuchen missbraucht wurde, liegen seriöse Studienergebnisse (jedoch keine Megastudien) vor. Aufgrund dieser Studien und der traditionellen Anwendung in den Ursprungsländern kann hochwertiger Safranextrakt als wirksam und sicher gelten. Mit dem gelegentlichen Einsatz als Gewürz kann der Schutz vor Depression und Demenz jedoch nicht erreicht werden. Dafür erforderlich ist die stetige Zufuhr von mindestens 30mg hochwertigen Safranextrakt mit 0,6mg Safranal pro Tag. Safranal ist der Hauptwirkstoff aus Crocus sativus L., einer Pflanzenart, die in sonnigen Ländern gedeiht, gegen Depression und Demenz. Ebenfalls in diesem Safranextrakt enthalten sind die Carotinoide Crocin und Crocetin, mit denen Studien zufolge die Netzhaut der Augen und damit die Sehfähigkeit geschützt werden kann. Bisher werden Makuladegenerationen immer häufiger. Umso wichtiger ist ein natürlich wirksamer Schutz davor. In einer ersten, kleinen Pilotstudie aus Italien mit 29 Patienten, die an Makuladegeneration litten, berichteten die Probanden nach 15 Monaten, in denen sie täglich 20mg Safranextrakt genommen hatten, von einer wesentlichen Verbesserung ihrer Sehfähigkeit. Allerdings stehen große Studien dazu bisher noch aus. Präventiv nehme ich selber 30mg Safranextrakt und dazu 300mg Extrakt aus Rhodiola rosea täglich. Die Kombination dieser Pflanzenextrakte ermöglicht mit relativ niedriger Dosierung schon nachhaltige Wirkung. Zwei Wirkstoffe des Safrans, Crocin und Crocetin, wirken auch vor Oxidation schützend. Allerdings gehen die Wirkungen dieses Gesamtextraktes gegen Depression, Demenz und Makuladegeneration darüber hinaus. Neuerdings sind aber pflanzliche Antioxidantien pauschal sehr populär geworden. Zweifellos ist ein Mindestmaß an antioxidativ wirkenden Pflanzenstoffen im Organismus gut für die Gesundheit und die Langlebigkeit. Ein Übermaß von Antioxidantien kann jedoch – wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge – gesundheitsschädlich sein (S.Morrison et al. Nature online). Diese Erkenntnisse sollten nicht ignoriert werden. Besser als die undifferenzierte, massenhafte Zufuhr pflanzlicher Antioxidantien kann die sorgfältige Auswahl bestgeeigneter, bewährter Pflanzenstoffe für Ihre Gesundheit sein. Genau diese Mittel finden Sie, mit dem Rat zur optimalen Dosierung und Anwendung, im Basisprogramm für längere Gesundheit, in reformleben erklärt: in dieser Ausgabe zur Stärkung der Lebenskraft. Manche von ihnen werden wohl mit dem Phänomen Lebenskraft nicht viel anfangen können. Tatsächlich ist die Lebenskraft – ebenso wie die Gesundheit – kaum spürbar, solange sie noch vorhanden ist. Vor allem in der ersten Lebenshälfte. Aus meiner Arbeit mit kranken oder/und alten Menschen, weiß ich jedoch von der oftmals entscheidenden Wirkung der Lebenskraft. Deren ehemaliges Wirken dann erst bewusst wird, wenn es zu schwinden beginnt. Erst der Verlust belehrt uns über den wahren Wert der Dinge, merkte der Philosoph Arthur Schopenhauer an. Oftmals wird dann geklagt, dies oder jenes sei doch vor Jahren viel leichter gefallen und besser gegangen. Eine geläufige Faustregel unterstellt, die Leistungsfähigkeit der Organe nehme vom Beginn des Erwachsenenalters an jährlich um ein bis zwei Prozent ab. Bei manchen Menschen bleibt die Leistungsfähigkeit aber lange konstant – und nimmt mitunter sogar noch zu, während sie bei anderen früher und schneller schwindet. Anscheinend verfügen manche Menschen – gewiss aus vielschichtigen Gründen – über eine stärkere und längere Lebenskraft. Wesentlich mitbestimmend dürften da Seele und Geist sein – und, aus somatischer Sichtweise, die Hirnfunktionen. Derzeit sind offensichtlich die Hirnfunktionen in besonderer Gefahr: immer mehr Menschen werden dement. In dieser Ausgabe von reformleben werden besonders geeignete Naturstoffe für das Gehirn erklärt. Zur Stärkung der Lebenskraft.

 

Dr. med. Klaus Mohr
Facharzt für Allgemeinmedizin Seit 1981 Hausarzt in Landpraxis, bemüht um die Integration von wissenschaftlicher Medizin und Naturheilkunde, um ganzheitliches psychosomatisches Verständnis, um Ernährungslehre und präventive Anwendung von Naturstoffen. Bis 1990 auch Dozent an der Reformhaus-Fachakademie. Seit 2005 weiterbildender Arzt im Fach Allgemeinmedizin. Publikation gesundheitsfördernder Informationen in der Zeitschrift reformleben. Und immer noch Hausarzt.