Kakao – für Herz und Gemüt

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Empfehlenswert ist Bitterschokolade, die mindestens 85 % Kakao aus ökologischem Landbau und fairem Handel enthält – und relativ wenig Zucker. Derartige Qualität kann nicht spottbillig sein, ist aber ihren Preis wert. Der mit dem dankbaren Genuss solcher Schokolade nicht nur der eigenen Gesundheit zugute kommt, sondern auch der Förderung von ökologisch und sozial wirtschaftenden kleinbäuerlichen Genossenschaften in den Ursprungsländern.

Kostbare, hochwertige Bitterschokolade kann bewusst und sparsam aufgenommen werden: alltäglich ein wenig. Deren Kakao erbringt viermal mehr Catechine als Grüntee. Selber wollte ich, wie schon gesagt, von Kakao lange nichts wissen – und von Schokolade, wegen enthaltenen Zuckers noch weniger. Weiterhin ist mir Grüntee zum Schutz vor Krebs und Demenz wichtig. Für das Wirken einiger Tassen grünen Tee pro Tag bin ich sehr dankbar.

Könnten aber Kakaoflavanole darüber hinaus noch günstig sein? Deren Wirkungen wurden seit einigen Jahren in objektiven Studien geprüft. Und insgesamt für gut befunden.

Offensichtlich können Kakaoflavanole

  • überschießende Entzündung hemmen
  • die Durchblutung und Funktion des Gehirns anregen
  • die Gedächtnisfunktion schützen, sogar wieder bessern
  • die übermäßige Ausschüttung von Stresshormonen (Adrenalin und Cortisol) mindern und bei der Stressbewältigung helfen
  • so angstmindernd und resilienzfördernd (siehe dazu auch reformleben Ausgabe Nr. 19 März/April 2018 ab S. 16) sein
  • und auch die Stimmung bessern (von dieser Wirkung wussten Genießer von Bitterschokolade schon vor allen wissenschaftlichen Studienergebnissen) und last
  • zur Prävention sowie zur Behandlung von Arterien- und Herzerkrankung beitragen.

Den ersten Hinweis auf die Wirkungen der Kakaoflavanole erhielt ich schon früh, von meiner Großmutter. Deren wichtigstes Heilmittel bei Magen- und Darmschleimhautentzündung, bei Übelkeit, Erbrechen und Durchfall war neben heimischem Schafgarbentee und getrockneten Heidelbeeren (beides aus eigener Sammlung) die damals rare Bitterschokolade.

Wirkung wissenschaftlich bestätigt

Seitdem sind Jahrzehnte ins Land gegangen. Heute sind die Wirkung der Kakaoflavanole wissenschaftlich geprüft und bestätigt. Ein paar Würfelchen hochwertiger Bitterschokolade, die wenig Zucker enthält, sind Genuss und Wohltat für Leib, Gehirn und Seele. Daraus erwachsende Entspannung, emotionale Aufhellung. Bessere Kognition und Konzentration ist aber längst noch nicht alles.

Mit 6 g Bitterschokolade pro Tag nimmt, wie eine große Kohortenstudie zeigte, das Risiko, vom Herzinfarkt oder Schlaganfall betroffen zu werden, um 39 Prozent ab. In anderen Studien wurde die Anfälligkeit für Herzerkrankungen und die Sterblichkeit von Menschen, die mindestens zweimal pro Woche bitter Schokolade essen um 50-60 Prozent reduziert befunden.

Die Risiko-Reduzierungen, schon mit intuitiver und sporadische Aufnahme von Bitterschokolade bzw. Kakaoflavanolen, scheinen fast zu gut, um wahr zu sein. Die referierten Studien sind aber seriös – und deren Ergebnisse vertrauenswürdig.

Deshalb dürfte es sehr sinnvoll sein, alltäglich Kakao mit wirksamem Flavanolgehalt aufzunehmen. Ein geeignetes Produkt, das Kakao mit 200 mg Kakaoflavanolen in einer Kapsel enthält, wurde dazu entwickelt. Mit je einer Kapsel morgens und abends können Sie kontinuierlich zum Schutz ihrer Arterienwände, zu deren Elastizität, damit zur Durchblutung ihrer Organe, auch des Gehirns, zur Gedächtnisfunktion und auch zur verminderten Ausschüttung von Stresshormonen beitragen.

Dr. med. Klaus Mohr
Facharzt für Allgemeinmedizin Seit 1981 Hausarzt in Landpraxis, bemüht um die Integration von wissenschaftlicher Medizin und Naturheilkunde, um ganzheitliches psychosomatisches Verständnis, um Ernährungslehre und präventive Anwendung von Naturstoffen. Bis 1990 auch Dozent an der Reformhaus-Fachakademie. Seit 2005 weiterbildender Arzt im Fach Allgemeinmedizin. Publikation gesundheitsfördernder Informationen in der Zeitschrift reformleben. Und immer noch Hausarzt.