Volkserkrankung Bluthochdruck - Können Omega-3-Fettsäuren den Blutdruck senken?

01.11.23 12:00 AM Von Redaktion

Bluthochdruck ist eine häufige Gesundheitsstörung in Deutschland und weltweit. Laut Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) leidet etwa jeder dritte Erwachsene in Deutschland an Bluthochdruck. Das entspricht ungefähr 30-35 % der erwachsenen Bevölkerung. Das Risiko für einen hohen Blutdruck steigt mit dem Alter an. Unter den Menschen im Alter von 65 Jahren und älter liegt die Häufigkeit sogar bei mehr als 60 %. Ein hoher Blutdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, darunter Herzinfarkt und Schlaganfall. 


Omega-3- Fettsäuren haben vielfältige gesundheitlich relevante Wirkungen auf den Körper. Sie sind wichtige Bestandteile jeder Zellmembran. Somit beeinflussen sie den Blutdruck und die Gesundheit der Gefäße allgemein. Diese Zusammenhänge wurden bereits in zahlreichen Studien belegt.

Wann spricht man von Bluthochdruck?

Die Definition von Bluthochdruck hat sich im Laufe der Jahre geändert, um die Bedeutung der Früherkennung und Prävention zu betonen:

< 120 / 80 mmHg: optimal 
120 / 80 mmHg - 129 / 84 mm: normal 
130 / 85 mmHg - 139 / 89 mmHg: hochnormal 
140 / 90 mmHg - 159 / 99 mmHg: leichter Bluthochdruck 
> 180 / 110 mmHg: schwerer Bluthochdruck

Studien und Forschung: Omega-3 und Bluthochdruck

In den letzten Jahren haben zahlreiche Studien die potenziellen Vorteile von Omega-3-Fettsäuren für Menschen mit Bluthochdruck untersucht. Einige dieser Studien legen nahe, dass Omega-3-Fettsäuren helfen könnten, den Blutdruck zu senken und die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems zu verbessern. Die Mechanismen, die diese positiven Effekte unterstützen, umfassen z.B. die Entzündungshemmung, die Verbesserung der Blutgefäßfunktion und die Reduzierung von oxidativem Stress. Eine neue Studie am Menschen aus Großbritannien zeigt nun, dass bereits auch kleinere Mengen Omega-3-Fettsäuren von 0,7 g EPA und DHA eine blutdrucksenkende Wirkung erzielen können.

Es wird angenommen, dass insbesondere Docosahexaensäure (DHA) an Rezeptoren der Muskelzelle andocken kann, Kaliumkanäle öffnet und die Muskelzelle entspannt. Die Vermutung, dass es auf diese Weise zu einer Erweiterung der Gefäße und einem Sinken des Blutdrucks kommt, konnte schon in Studien mit Mäusen nachgewiesen werden.

Ernährungs- und Lebensstilfaktoren und mögliche Vorteile

Im Rahmen einer omega-3-reichen Ernährung lassen sich weitere blutdrucksenkende Maßnahmen ergänzen: So scheint z.B. Rote Bete ebenfalls einen positiven Effekt auf den Blutdruck zu haben. Die enthaltenen Nitrate wirken nach Umwandlung in Nitrite gefäßerweiternd und blutdrucksenkend.

Auch andere nitratreiche Gemüsesorten wie Spinat, Fenchel oder Mangold haben diese Wirkung. Aber auch Lebensmittel wie z.B. dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von über 85 Prozent, können den Blutdruck positiv beeinflussen.

Bringen Sie zusätzlich mehr Bewegung in Ihren Alltag und reduzieren Ihr Gewicht, werden sich diese Veränderungen nicht nur positiv auf den Blutdruck, sondern ebenfalls auf Ihre Stimmung auswirken. Entspannte Gute-Laune bringen außerdem unsere inspirierenden blutdrucksenkenden Omega-3-Rezepte.

Quelle

Minihane AM, Armah CK, Miles EA, Madden JM, Clark AB, Caslake MJ, Packard CJ, Kofler BM, Lietz G, Curtis PJ, Mathers JC, Williams CM, Calder PC. Consumption of Fish Oil Providing Amounts of Eicosapentaenoic Acid and Docosahexaenoic Acid That Can Be Obtained from the Diet Reduces Blood Pressure in Adults with Systolic Hypertension: A Retrospective Analysis. J Nutr. 2016 März; 146(3): 516-23

Erschienen in:

Reformleben Magazin

Ausgabe Nr. 53 (Nov./Dez. 2023)

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